Donnerstag, 28. Mai 2015

Maori-Kultur, ein großer See und Monsterwellen

Neuseeland ist ja das Land der Maori. In Rotorua gibt es ein Dorf mit dem klingenden Namen Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao (kein Scherz!). Dort habe ich an einer interessanten Führung teilgenommen, bei der wir tief in die Kultur der Ureinwohner eingetaucht sind. Außerdem haben sie uns ihren Umgang mit den heißen Quellen in der Region gezeigt. Sie nutzen das warme Wasser sowohl zum Kochen als auch zum Baden. Beides sehr praktisch, nicht?

Die Dorfbewohner zeigten uns den weltbekannten Haka-Tanz.

Ein Blick in die Küche des Dorfes. ;-)

Mein traditionelles Hangi-Mittagessen, frisch aus der heißen Quelle.

Nach Rotorua ging es weiter nach Taupo. Dieses kleine Städtchen liegt am gleichnamigen und zugleich größten See des Landes. Leider war das Wetter während meines dreitägigen Besuchs ziemlich schlecht (windig, kalt und regnerisch). Trotzdem habe ich das Beste daraus gemacht und bin mit einem Segelschiff sogar in "See" gestochen.

Lake Taupo an einem der (wenigen) sonnigen Augenblicke.

Taupo klingt irgendwie finnisch, liegt aber im Herzen Neuseelands.

Meine Version der Titanic-Szene.

Seit gestern bin ich in Napier an der Ostküste, wo es echt riesige Wellen gibt. Hier ist das Wetter und auch die Kulisse sehr gut. Napier ist nämlich die "Art Deco"-Stadt des Landes. Weil viele Gebäude bei einem Erdbeben im Jahr 1931 zerstört worden sind, hat man sie in den folgenden Jahren im Stil dieser Epoche nachgebaut. Heute habe ich zudem einen Ausflug zu den "Shine Falls" gemacht. Dabei handelt es sich um den höchsten Wasserfall der Region Hawke's Bay.

In Napier findet man den "Art Deco"-Stil an praktisch jeder Ecke.

Die bislang mächtigste Brandung, die ich auf dieser Reise gesehen habe.

Die 57 Meter hohen "Shine Falls".

Morgen geht's weiter nach Wellington, wo am Samstag die ersten Spiele der U20-WM steigen werden. Ich habe ja ein Presse-Ticket und werde mir die Gruppenspiele der Österreicher anschauen. Hoffentlich wird das Turnier nicht vom Korruptionsskandal überschattet. Wäre schade für die jungen Fußballer...

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Alle Fotos meiner Reise gibt es hier zu bewundern. Viel Spaß!

Samstag, 23. Mai 2015

Vom Traumstrand in die Schwefel-Bucht

Ich muss zugeben, der Abschied von Mount Maunganui ist mir schwer gefallen. Immerhin gab es dort endlos lange, traumhafte Strände und einen relaxten Lifestyle, der mir sehr zugesagt hat. Ich werden den Ort vermissen, aber vielleicht komme ich ja in den nächsten Monaten noch einmal in dieser Ecke von Neuseeland vorbei. Wer könnte es mir verübeln?

Dieses Panorama ist einen Blick wert.

Ein Häuschen in dieser Gegend wäre sehr fein.

Auch meiner netten Gastgeberin Colleen und ihrem Sohn Tyce musste ich Lebewohl sagen.

Weil ich bis zum ersten Spiel der Österreicher (30.5.) bei der U20-Fußball-WM in Wellington sein möchte, geht meine Reise nun in den kalten Süden. Auf dem Weg dorthin liegen jedoch ein paar sehenswerte Ort, wie zum Beispiel Rotorua. Seit zwei Tagen bin ich nun hier und das Städtchen ist auch sehr schön, wenn nur nicht dieser beißenden Gestank in der Luft wäre. In und um Rotorua herum gibt es nämlich zahlreiche geothermale Aktivitäten, die jede Menge Schwefel freisetzen. Es ist also egal, was man hier isst, denn alles riecht irgendwie nach faulen Eiern. ;-)

Hier brodelt es gewaltig.

Glaubt mir, es sieht schöner aus als es riecht.

Das Museum von Rotorua war früher eine Badeanstalt.

Gestern Abend gastierten das Rugby-Team der Chiefs in der Stadt. Das Stadion gleich um die Ecke von meiner Unterkunft. Daher habe ich natürlich nicht lange gezögert und mir ein Ticket für das Spiel gegen die Bulls (aus Südafrika) gekauft. Die Häuptlinge haben den Bullen die Hörner gezogen und mit 34:20 gewonnen. War ein tolles Erlebnis, gemeinsam mit rund 14.000 anderen Zuschauern im Rotorua International Stadium.

Das Ticket hat rund 18 Euro gekostet.

Ich saß auf der nicht überdachten Terrasse, wo freie Sitzwahl herrschte.

Das Stadion war trotz der frischen Temperaturen gut besucht.

Leider kann ich den heutigen Song-Contest nicht live im TV verfolgen, da er hier bei den Kiwis (im Gegensatz zu Australien) nicht übertragen wird. Trotzdem weht auch hier ein wenig ESC-Stimmung durch die Luft, wie dieses Titelblatt des NZ Herald beweist.

Die Wurst unter den Kiwis.

Ich drück uns aus der Ferne die Daumen: Austria, twelve points! :-)

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Montag, 18. Mai 2015

Go for gold!

Mein Aufenthalt in Mount Maunganui hat mir nicht nur traumhafte Sandstrände beschert, sondern auch ein Auto! Seit heute bin ich stolzer Besitzer eines goldfarbenen Toyota Platz. Der Wagen hat schon viel erlebt, immerhin ist er Baujahr 2000 und hat rund 115.000 Kilometer auf dem Buckel. Dennoch ist er recht gut in Schuss, von ein paar kleinen Alterserscheinungen mal abgesehen. Gekostet hat mich der Spaß nur knapp 2.000 Euro, ca. 300 Euro werden noch an Werkstattkosten hinzukommen. Alles in allem bin ich recht zufrieden, denn für diesen Preis kann man nicht viel mehr verlangen. Außerdem muss mein "Plätzchen" ja nur ein paar Monate durchhalten. Das wird er schon schaffen. ;-)

Mein Toyota Platz, den ich beim Autohändler Turners gekauft habe.

Da ich ja direkt neben der Stadt Tauranga wohne, habe ich natürlich auch gleich einer ehemaligen Lebenshilfe-Kollegin einen Besuch abgestattet. Kathrin wohnt mit ihrem Mann Micha und ihrer Tochter Jolin seit knapp drei Monaten in Neuseeland. Das Trio hat sich in seinem Haus in Tauranga schon gut eingelebt und mir sofort die Gegend gezeigt. Gemeinsam waren wir beim Fischmarkt, wo wir Fish & Chips aßen, und auf dem "Mauao", jenem Berg, der Mount Maunganui seinen Namen gibt. Von oben hat man echt einen wunderbaren Ausblick auf die gesamte Region.

Ich mit Kathrin, ihrem Mann Micha und der Tochter Jolin.

Auf dem Weg zum Gipfel.

Über den Dächern von Mount Maunganui bietet sich ein wunderbarer Ausblick.

Damit ihr auch seht, wie ich wohne, hier noch ein paar Impressionen von meiner Unterkunft. Es ist ein nettes Häuschen, in dem ich das Gästezimmer bewohne. Meine Gastgeber (Colleen, Marty und Tyce) sind untertags meist außer Haus, wodurch ich das gesamte Haus für mich alleine habe.

Meine Unterkunft sieht zwar aus wie ein Strandhaus, aber leider sind es doch ca. fünf Minuten bis zum Meer.

Das Wohnzimmer mit der Küche (hinten links) und meinem Bad (hinten rechts).

Das Bett ist für mich allein gerade groß genug. ;-)

Bis zum nächsten Mal! Dann berichte ich euch von meiner ersten längeren Fahrt mit dem neuen Auto.

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Freitag, 15. Mai 2015

Goodbye Auckland, hello Mount Maunganui!

Meine letzten Tage in Auckland habe ich mir mit weiterem Sightseeing vertrieben. Ich war auf dem Mount Eden (gleich hoch wie der Sky Tower, aber gratis), habe das Auckland Museum besucht und bin durch die Innenstadt gewandert. Wenn ihr hier klickt, seht ihr noch einmal alle meine Fotos aus Auckland auf einen Blick.

Blick vom Mount Eden (Krater im Vordergrund) auf die Innenstadt.

Das imposante Gebäude des Auckland Museums.

Meine Autosuche war leider nicht erfolgreich. Ich habe zwar zwei Autohändler am Rande der Stadt aufgesucht und mich dort umgesehen, das richtige Auto für meine Reise habe ich aber nicht gefunden. Also habe ich mich von meinen Airbnb-Hosts Marine und Te Rangi verabschiedet und bin weitergezogen.

Ich mit meinen Auckland-Gastgebern Marine und Te Rangi (und ihrer Katze Lilith).

Seit gestern Abend bin ich in Mount Maunagui. Dieser Ort liegt gleich neben Tauranga, an der Bay of Plenty. Was ich bis jetzt gesehen habe, ist sehr beeindruckend. Hier gibt es nämlich jede Menge Strand und Wellen, die ideal zum Surfen sind.

Links der Berg, der dem Ort seinen Namen gibt, rechts das Meer.

Am Strand fühlt sich der "Mann von Welt" einfach wohl.

Leider ist das Wetter derzeit nicht allzu gut. Gestern hatten wir sogar ein kräftiges Unwetter mit einem kleinen Tornado, der einige Gebäude demoliert hat. Ansonsten gefällt es mir hier aber sehr gut und auch das Wetter soll am Wochenende besser werden. Hoffentlich geht sich dann auch das Schwimmen im Meer aus.

Montag, 11. Mai 2015

Big city life

Ich habe nun die ersten paar Tage in Auckland verbracht und die einzige Metropole Neuseelands weitestgehend (Betonung auf "gehend") erkundet. Die Stadt ist schön, aber nicht wirklich etwas Besonderes. Klar, es gibt die üblichen Einkaufsstraßen im Zentrum (Queen Street), eine alles überragende Sehenswürdigkeit (Sky Tower - höchstes Gebäude der südlichen Hemisphäre) und jede Menge Menschen. All das kommt einem nach spätestens drei Tagen doch recht bekannt vor.

Der Hafen mit Blick auf die Innenstadt und den Sky Tower.
 
Im Zentrum von Auckland.

Der eigentliche Charme Aucklands liegt darin, dass die Stadt umgeben ist von Buchten und Inseln. Es gibt daher überall Strandpromenaden, wo man das milde Klima (ca. 20 Grad tagsüber) in vollen Zügen genießen kann. In einem Park habe ich sogar mein erstes Rugby-Match überhaupt gesehen.

Rugby, der Nationalsport der Kiwis.

Eine der Inseln vor Auckland heißt Rangitoto. Vor 600 Jahren ist dort ein Vulkan ausgebrochen, heute schlummert er friedlich als Naturreservat vor sich hin. Ich habe einen Tagesausflug dorthin gemacht und die Lavafelder sowie -höhlen besichtigt.

Lavafeld auf Rangitoto.

So, das war's für dieses Mal. Ich mache mich gleich mal auf die Socken, denn ich sollte heute noch ein Auto kaufen. ;-)

Donnerstag, 7. Mai 2015

Eins, zwei, Auckland!

Geschafft! Nach knapp 27 Stunden Reisezeit bin ich heute Morgen in Auckland gelandet. Mein Zimmer habe ich auch schon bezogen und das Bett wirkt von Minute zu Minute verführerischer. Lange kann ich dem Ausschlafen nicht mehr widerstehen...


Kurz vor dem Abflug in Zürich.

Die Flüge waren in Ordnung. Von Zürich bis nach Singapur konnte ich sogar ein wenig schlafen, weil der Platz neben mir frei blieb und ich mich somit ausbreiten konnte. Von Singapur nach Auckland war daran nicht mehr zu denken, denn der Flieger war so gut wie ausgebucht.

Trotz Müdigkeit habe ich auch gleich eine erste Runde durch das Stadtviertel Ponsonby gemacht.

Auckland ist recht hügelig. Im Hintergrund ist das Wahrzeichen zu sehen: der Sky Tower.

Jetzt geht's erst einmal ab in die Falle: Gute Nacht! ;-)

Dienstag, 5. Mai 2015

Der Beginn einer noch längeren Reise

Liebe Freunde!

Nach einer achtjährigen Schaffenspause mache ich wieder auf den Weg. Dieses Mal liegt mein Ziel am anderen Ende der Welt: Neuseeland. In wenigen Stunden geht mein Flug (von Zürich über Singapur) nach Auckland. Ich bin schon sehr gespannt, wie der nächste Abschnitt in meinem Leben verlaufen wird. In Altach habe ich die Neuseeland-Flagge jedenfalls schon gehisst. ;-)



Vorerst bin ich bis Mitte November bei den Kiwis, aber der Plan ist, dass ich Anfang 2016 noch einmal hinunter fliege. Immerhin habe ich ein gültiges Touristenvisum bis Februar und das kann ich noch bis Mai verlängern.

In den vergangenen Tagen habe ich sehr viele Glückwünsche von euch bekommen. Dafür und auch für die Geschenke, die ihr mir auf meine Reise mitgegeben habt, danke ich euch von Herzen! Ich bin zwar weit weg, aber ich werde euch nicht vergessen.

Also, auf geht's! Beim nächsten Post melde ich mich bereits aus Auckland. Bis dann dann!

Martin (aka xiberger)